Auch ein großzügiges Klassenzimmer hat nicht viel mehr als 100 m². In der Natur gibt es aber eine Fülle von Flächen, die mehr als 1.000m² haben und an denen sich hervorragend lernen lässt.

Da wo ich wohne, finde ich im Umkreis von nur einem Kilometer mehr als 20 solcher Orte. Es gibt einen rauschenden Bach, sanfte und steile Hänge, mehrere Stauseen, Schluchten, Wälder, Wiesen, Quellgebiete - fernab jeglichen Verkehrs.

Theoretisch könnte jede der 30 Gruppen in der Grundausbildung täglich nach draußen gehen und einen eigenen Ort haben. Praktisch wird dies - auch bei gutem Wetter - nur ein Teil tun.

Waldkindergärten gibt es schon seit Jahren. Was für Fünfjährige gut ist, wird auch Zehnjährigen gefallen. Platz, Ruhe, frische Luft, Bewegung, Anregung, die Jahreszeiten, Pflanzen, Tiere, Wasser, ...

 

Überall in gut erreichbarer Entfernung gibt schöne Plätze - zum Lernen und zum Ausruhen - mit Sonne und Schatten - eben und auch hügelig.

 

Eine wunderschöne Kulisse zum Lernen. Kein Auto kommt hier vorbei.

 

Diesen Ort erreicht man in weniger als 10 Minuten. Warum sollte man drin bleiben?

 

Der Platz ist nicht sehr groß, aber sehr schön.

 

Ein schöner Ort für Kletter-Kinder. Hier kommt auch kein Wanderer vorbei...

 

Eine Allee mit 20 Birnbäumen, deren Früchte inzwischen niemand mehr erntet - was könnten Kinder hier lernen?

Dass Birnen noch süßer schmecken als sowieso schon, weil frau sie selber in 5 Metern Höhe gepflückt hat? Wie schwierig es ist, 5 Meter lange Teleskop-Stangen exakt zu positionieren? Wie stark Netze sein müssten, damit Kinder gefahrlos in den Bäumen klettern könnten? Wie viel Fingerspitzen-Gefühl frau braucht, um die Schaufel eines Mini-Baggers an die Birnen zu führen? Ob auch Drohnen helfen könnten? Für wie viel man eine Tüte getrockneter Birnen-Scheiben verkaufen könnte? Wie lange sich gepflückte Birnen in einer Kohlendioxid-Athmosphäre halten? Und bei Stickstoff? Welche Lagertemperatur die günstigste ist? Und wieviel Kilogramm Birnen erntet man eigentlich von einem Baum?